Westminster Bote

Zeitschrift der ERKWB Basel, 5. Ausgabe, April 2011.

Ostern und die ’wahre Religion’

Was ist Wahrheit?

„Die-wahre-Religion“ heisst eine Internet-Seite, die den Islam propagiert. Diverse pseudo-christliche und andere Sekten geben vor, die Wahrheit auf ihrer Seite zu haben.

Einige grosse Religionen scheinen toleranter zu sein und lassen verschiedene Wege nebeneinander gelten. In der Antike war es noch vermehrt üblich, für den ‚wahren Glauben’ auch mit Waffen zu kämpfen. In der heutigen, mehrheitlich vom humanistisch- sozialistischen Gedankengut geprägten Kultur des Westens gilt es als verwerflich, eine Religion oder Lebensphilosophie als‚ die Wahre’ zu bekennen. Ignoranz oder Unklarheit ist besser als eine eindeutige Überzeugung, die man vielleicht sogar noch anderen als verbindlich anpreisen möchte.

„Was ist Wahrheit…?“ fragte der römische Statthalter, bevor er Jesus von Nazareth den Scharfrichtern übergab. Und gegenüber denen, die verlangten, dass Jesus als Scharlatan hingerichtet wird, sagte er: „Ich wasche meine Hände in Unschuld.“ Er meinte damit: „Ich tue nur, was ihr so heftig verlangt, von mir aus hätte ich es nicht getan.“ Damit versteckt auch er sich nur hinter einer vorgegebenen Unwissenheit. Er sagt sich wohl, dass es besser ist, keine Klarheit zu haben, das schützt davor, letzte Verantwortung übernehmen zu müssen. Oder etwa nicht…?

Heute haben viele eine solche ‚pilatische’ Haltung. Es geht sogar noch etwas weiter: Es ist schon fast im allgemeinen Gedankengut verankert, dass es nicht wirklich eine Wahrheit gibt. Das heisst, die einzige absolute Wahrheit ist, dass es keine absolute Wahrheit gibt.

Diese Aussage ist natürlich absurd und nicht haltbar, weil sie ein Widerspruch in sich selber ist. Dennoch wird sie eigentlich von vielen geglaubt. Aber was hat das alles mit Ostern zu tun? Sehr viel, denn Ostern ist der Beweis, dass der christliche Glaube die Wahrheit ist, die geglaubt werden muss, weil der Schöpfer der Welt sie offenbart hat.

Wenn Leute manchmal sagen, dass man nicht wissen könne, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, weil ja noch keiner von da zurückgekommen sei, der es bestätigen könne, dann treffen sie damit eigentlich den Nagel auf den Kopf. Nicht dass sie recht hätten. Aber sie sagen damit, dass ein Zurückgekommener die Sache regeln würde. Na bitte! Es ist einer zurück gekommen. Eben dieser Jesus von Nazareth, von dem Pilatus eigentlich wusste, dass er ihn nicht verurteilen dürfte, weil er nicht schuldig ist in der Sache, die ihm vorgeworfen wird. Jesus ist der menschgewordene Gott, der überhaupt nicht verurteilt werden kann, weil er vollkommen ohne Ungerechtigkeit und Sünde gelebt hat. Warum ist er denn trotzdem in die Hände der Despoten geraten und konnte nicht verhindern, dass er hingerichtet wird? Das fragten auch die Leute, die seine Verurteilung miterlebten.

Weil er genau dazu auf die Welt kam. Er musste kommen, um der Stellvertreter von sündigen und ungerechten Menschen zu sein. Er musste an ihrer Stelle das Gericht Gottes ertragen. Gott wird jeden Menschen dieser Welt für jede ungerechte Tat, jeden ungerechten Gedanken und jede böse Herzenshaltung richten. Kein Mensch ist davon ausgenommen, weil niemand ohne Ungerechtigkeit ist. Und wir können auch nichts wieder gutmachen, indem wir zum Beispiel ab heute nicht mehr sündigen. Erstens wäre das alte dann immer noch vorhanden und klagt uns an, und zweitens werden wir nicht einen Tag leben können, ohne wieder zu sündigen.

Es gibt nur die Möglichkeit, dass uns das Böse, das wir getan haben, nicht angerechnet wird.Es wäre aber nicht gerecht, wenn Gott, der absolut heilig und gerecht ist, einfach beide Augen zudrücken würde, und uns ‚springen lassen’ würde. Absolute Gerechtigkeit verlangt, dass das Böse bestraft wird. Aus diesem Grund hat Gott, der voller Liebe für die Menschen ist, die sich gegen ihn auflehnen, beschlossen, selber die Strafe für unsere Sünden zu tragen. Er wurde Mensch und lebte ein gerechtes menschliches Leben. So war er der Einzige, der nicht für seine eigene Sünde bestraft werden musste, sondern er konnte fremde Sünde tragen und dafür bestraft werden. Solche Menschen, die anerkennen, dass sie ungerecht sind und Vergebung brauchen, haben nun die Möglichkeit, Jesus, den Menschgewordenen Gott als ihren Stellvertreter zu haben.

In ihrem Fall ist dann das Gericht Gottes schon vorweggenommen. Jesus sagte:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen. (Johannes 5:24)

Woher sollen wir nun wissen, dass das alles wahr ist? Wer beweist uns das? Ostern! Was wir an Ostern feiern, ist die Auferstehung von Jesus. Er ist zurückgekommen von den Toten, um den göttlichen Beweis zu erbringen, dass er über diese Dinge die Wahrheit gesagt hat.

Einige Tage, nachdem er zurück gekommen ist, ist er in den Himmel zurück gegangen. Er sitzt dort auf dem himmlischen Thron zur Rechten Gottes. Er wird uns nach diesem irdischen Leben entweder in seinem Reich willkommen heissen, oder aber sagen: „Geh weg von mir, ich habe dich nie gekannt!“ Sie können jetzt mit ihm darüber sprechen, weil er lebt und Sie hört! Lassen Sie sich von ihm ihre Ungerechtigkeit vergeben! Er ist der Einzige, der das kann. Gottes vollkommene Vergebung und die wiederhergestellte Gemeinschaft mit ihm wird Ihr Leben total verändern. Eine grössere Last kann nicht von unseren Schultern genommen werden. Eine sichere Hoffnung auf ewiges Leben gibt in den Stürmen und Kämpfen dieses irdischen Lebens einen festen Halt. Glauben Sie an das, was Jesus versprochen hat und lassen Sie sich darauf ein:

Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen! (Matthäus 11:28)
Vielleicht ist all das ein wenig kurzgefasst und zu kompakt, um es auf Anhieb zu verstehen.

Wir helfen gern weiter. Wenden Sie sich doch an uns, oder besuchen Sie einen unserer Gottesdienste. Sie sind herzlich eingeladen!